|
Mikrotechnik vor
300.000 Jahren?
Anfang der 90er Jahre
fanden Goldsucher östlich des Ural-Gebirges in Rußland winzige technisch
anmutende Artefakte. Die meist spiralenförmigen Gegenstände bestehen aus
verschiedenen Edelmetallen, die größeren aus Kupfer, die kleinsten aus
den seltenen Wolfram und Molybdän. Die Größe der Fundstücke variiert
von maximal 3 Zentimeter bis 0,003 Millimeter. Mit Analysen wurde die
Russische Akademie der Wissenschaften in Syktywkar (der Hauptstadt der
vormaligen Autonomen Sowjetrepublik Komi), ebenso die in Moskau und in St.
Petersburg betraut, sowie ein wissenschaftliches Institut im finnischen
Helsinki. Die mikroskopisch kleinen Produkte lassen an hypermoderne
Steuerelemente denken, die in mikro-miniaturisierten Apparaturen ihren
Dienst versehen. Diese Technik steckt heute noch in den Kinderschuhen,
verfolgt jedoch hochgesteckte Ziele. So wird u. a. an die Konstruktion von
Mikrosonden für den medizinischen Einsatz gedacht, z. B. für Operationen
im Inneren der Blutgefäße. Das Unfaßbare: Geologen gestehen den mysteriösen
Objekten ein Alter zwischen 20 000 und maximal 300 000 Jahre zu! Und
selbst wenn es "nur" 1000 oder 100 Jahre wären, stellt sich die
Frage: Wer um alles in der Welt war zur Anfertigung solch super-filigraner
Mikrotechnik fähig, die wir in unseren Tagen gerade erst zu realisieren
beginnen?
|